Alp Drüschhubel
Käsemachen ist angesagt / Au fromage!
Fin de projet

Je ne savais pas ce qui m'attendait. Je ne savais pas, si ça allait me plaire. Et le jour du grand départ j'ai eu des larmes aux yeux. Des larmes de reconnaissance, de fierté et de tristesse. Pendant trois mois et demi j'ai partagé ma vie avec des gens au début inconnus. Nous avons bien ri ensemble, nous avons travaillé dur, nous avons partagé des moments intenses et j'ai appris tellement de choses, que jamais je ne l'aurais imaginé. Mon mari m'a une fois de plus accompagné pendant ces moments intenses de départ.


Über die Sichel aus meinem Projekt rauswandern.
Das war mein Plan. Und der war gut so. Da Chrigu und ich den Einstieg zum
geplanten Weg nicht gefunden haben, mussten wir querfeldein über Geröll und
gefällte Bäume unseren eigenen Pfad suchen.
Eigentlich bezeichnend, fängt doch
jetzt wieder eine ganz neue Ära an, wo ich wahrscheinlich meinen Weg auch
zuerst noch finden muss. Grosse Dankbarkeit überkommt mich gerade jetzt, als
ich diese Zeilen schreibe. Man hat mich ziehen lassen, aufgenommen,
unterstützt, gefordert und teilhaben lassen.
Einen grossen Dank an alle, die direkt oder indirekt Teil meines unvergesslichen Projektes waren!

Käseteilet
Nach dem Alpabzug folgte letzten Samstag der unglaublich stimmige "Käseteilet". Ein Anlass sondergleichen und der gebührende Abschluss von über 100 Tagen Alpzeit, während denen wir knapp 9 Tonnen Käse produziert haben. Fast alle Laibe fanden den Weg zu neuen Besitzern. Resu und Sandra sowie das ganze Team wurden vom Stiftungsrat der Stiftung Schwestern Schwarz, der Besitzerin der Alp Drüschhubel, verdankt und zur tollen Leistung beglückwünscht. Noch beim letzten Käsen vor dem Alpabzug konnten wir knapp 500 Liter Milch verkäsen. Dies scheint aussergewöhnlich viel zu sein. Das schönste für mich: den letzten Käse durften Sophie und ich, wir Alpkäse-Azubis, zusammen aus dem Kessi rausholen. Diese Ehre hätten wir uns nicht im Traum erhofft. Danke auch von unserer Seite an unsere überdurchschnittlichen Lehrmeister Sandra und Resu.
La fête du Käseteilet met fin à notre saison d'alpage. Un événement inoubliable - regardez vous mêmes.
Warum?
Déjà mon grand-père était fromager. Il produisait des fromages Emmental. Ce n'est qu'en travaillant à l'alpage Drüschhubel que je m'en suis rendue compte.
Ich wurde oft gefragt, wieso ich als Sabbatical eine Alpzeit ausgewählt habe. Hierzu die Antwort: Vor etwa 5 Jahren waren ich und Chrigu zusammen mit meiner Schwägerin (Frau des Bruders von Chrigu) und ihrer Familie zu Besuch auf der Sittlisalp (Kt. Uri), da meine Schwägerin durch Familienbande ins Urnerland die Möglichkeit hat, auf der Sittlisalp gratis Ferien zu verbringen. Die Wochenende, die wir anschliessend jedes Jahr erlebten, waren toll. Feine Fondues und schöne Wanderungen kommen mir da in den Sinn. Auf der Sittlisalp hat es eine grosse, "industrielle" Käserei (Boden und Wände gekachelt und die Käser in weissen Arbeitskleidern) mit einem kleinen Kiosk, wo die frischen Milchprodukte von Käse über Joghurt und Butter verkauft werden. Die Stimmung auf dieser Alp hat mir von Anfang an gefallen und als wir auf einer Wanderung an einer höher gelegenen Staffel vorbei kamen, die von zwei jungen Deutschen Frauen bestossen wurde und welche Käse verkauften, dachte ich mir, dass ich das auch gerne mal machen würde. Als dann die Idee des Sabbaticals immer aktueller wurde, kam neben "6 Monate Cowgirl in den USA" oder "Italienisch lernen in Bologna", auch das Thema "Käseproduzieren auf einer Alp" hervor. Mein Inserat auf zalp.ch liess mich dann mit Sandra und Res zusammentreffen und da begann das Projekt dieser ganz tollen 3,5 Monate Auszeit. Spannend dabei ist ja, dass ich immer wusste, dass mein Grossvater mütterlicherseits vor meiner Geburt Käser war. Er und meine Grossmutter produzierten riesige Emmentaler. Erst als ich schon auf der Alp Drüschhubel die Kunst des Käsemachens erlernte, sah ich zum ersten Mal das Foto meines Grossvaters vor dem Käsekessi. Ob es wohl so was wie Vererbung gibt?


Weitere tolle Schwarzweiss-Fotos, welche mein Sohn Tobias während seines Besuchs auf der Alp gemacht hat:
Désalpes
Nach 100 Tagen Alpzeit war heute Alpabzug angesagt. Die auf der Alp verbliebenen Rinder wurden mit bunten Blumen geschmückt und in 2,5 Stunden nach Schwarzenegg begleitet. Manch ein Autofahrer musste sich in Geduld üben. Und mich überkam ab und zu die Wehmut. Auf der Alp ist es jetzt ruhig geworden. Mir fehlen die Glockenklänge schon jetzt.
Regardez le beau temps qui nous a été réservé pour cette journée inoubliable.
Was frau sonst noch so aus Milch machen kann
Nous aimons nos yoghourts et fromages frais "fait maison".
Gerne machen wir auch Frischkäse, in dem wir die Rohmilch pasteurisieren (am Besten im "bain marie" auf mehr als 72° C erwärmen) und anschliessend rasch auf 32° C abkühlen, um 3 - 4 Tropfen Lab und eine Messerspitze Halbhart-Käsekultur auf 5 l Milch einzurühren. Topf mit Klarsichtfolie abdecken und während 24 Std. bei Raumtemperatur ziehen lassen. Anschliessend Kreuzschneiden (je 3 Schnitte) und die ganze Masse in ein Tuch schütten und je nach Gusto abtropfen lassen. Je länger, desto trockener der Frischkäse. Danach den Frischkäse würzen, z.B. mit Knoblauch, Gurken und Salz ... mmmmmh.



Auch Joghurt ist "schnell" selbst gemacht. Die pasteurisierte Milch ca. 10 Minuten unter Rühren kochen lassen. Am Besten geht dies in einer grossen Pfanne, da ja die Milch Tendenz hat, beim Erhitzen zu überlaufen. Anschliessend rasch auf 40° C abkühlen und die 1,5 l Milch mit 3 EL Joghurt "impfen". Gut unterrühren und in einen vorgewärmten Thermoskrug abfüllen. 12 Stunden ziehen lassen und anschliessend in Einmachgläser abfüllen. Kurz mit dem Schwingbesen verrühren und kühl stellen. Am nächsten Morgen hat man "ganz einfach" Joghurt :-).
Traire les vaches
Pour connaître le processus de fabrication de fromage de A à Z je me suis muni d'une salopette et je me suis approché du bétail. N'ayez pas de mal à en croire à vos yeux: j'ai pris du plaisir !
Die Arbeit mit dampfenden Kuhleiben, wenn es draussen nieselt, ist ein Erlebnis sondergleichen. Sophie hat mich ins Melken eingeführt und mir die zutraulichsten Kühe im Stall gleich selber überlassen. Ein weiteres Puzzle-Teil der Produktionskette von Käse.
Schmiere, ein wichtiges Qualitätskriterium
Langsam aber sicher geht die Alpzeit zu Ende. Die Tage werden kürzer, die Kühe geben weniger Milch, nächsten Donnerstag ist Alpabzug und morgen in einer Woche feiern wir das grosse, urtümliche Fest des Käseteilet. Zeit, noch etwas über eine wichtige Phase der Käseherstellung zu erfahren: Das Käseschmieren.

Mit der Käsepflege wird die Schmierebildung und das Äussere der Käse massgebend mitbestimmt. Die Pflege muss dem Käse (Käseart) und dem Keller (Temperatur/Feuchtigkeit) angepasst erfolgen. Ein erstes Ziel ist bei den jungen Käsen in wenigen Tagen eine hellbräunliche, gleichmässige, gut mit dem Narben verwachsene Schmiere zu erreichen. Speziell wichtig ist in dieser Phase, dass die Oberfläche der Käse nie soweit abtrocknet, dass sichtbar Schimmel wächst. Das bedingt, dass die Käsepflege täglich erfolgt. Die Käseoberfläche muss mechanisch genügend gerieben werden um die Bakterien zu verteilen und das "Verwachsen" mit dem Narben zu fördern. Weisen die Käse einen sichtbaren, gleichmässigen Schmiereansatz auf, kann die Pflegehäufigkeit reduziert werden damit sich die Schmiere nicht zu intensiv entwickelt. Wir schmieren unsere Käse mit einer leichten Salzwassermischung und brauchen zur Zeit pro Tag ca. 6 Mann-/Fraustunden für deren Pflege in unseren zwei Kellern.
Nous prodiguons des soins quotidiens, afin qu'une belle croûte protectrice (appelée la morge) se forme.
Meurtre à l'alpage

Afin de vraiment
vivre la vie d'alpage j'ai assisté à l'abattage d'une poule. Le coup mortel à
donné le fils du voisin, âgé d'env. 10 ans. Et moi, j'ai éviscéré la poule à
bouillir et j'ai préparé une bonne soupe. Quelle aventure!


Legehühner, welche nach zwei bis drei Jahren ihre Produktion reduzieren, werden dem Fuchs geopfert. Dank mir verwandelte sich eines in eine sehr gesunde, schmackhafte Suppe. Nach dem Todschlag und dem Ausbluten habe ich selber Hand angelegt, gerupft und gestaunt, was da alles aus dem Bauch eines Huhns erscheint. Nebst Innereien beförderte ich sogar drei goldgelbe Eidotter ans Tageslicht. Nur beim Magen wussten wir nicht so recht, was denn das für ein Organ sei. Einen kurzen Schnitt mit dem Messer und der Fall war klar. Prall gefüllt mit Körnern kam uns die Henkersmalzeit entgegen.

Käse ist auch Kultur ...
Pour la fabrication de fromages, de yogourts et d'autres produits au
lait fermenté, il faut ajouter des microorganismes au lait. Ceux-ci
transforment le lactose en acide lactique et autres produits de
fermentation. Cette fermentation entraîne une acidification du produit
et participe à la formation de l'arôme et en plus, dans le fromage, à la
formation de l'ouverture et de la croûte.
Les cultures d'Agroscope Liebefeld-Posieux proposées proviennent d'une activité de recherche centenaire
de l'ancienne Station fédérale de recherches laitières. La plupart des
cultures produites aujourd'hui ont été récoltées il y a 20 ou 30 ans
dans les fromageries suisses; elles ont été testées puis conservées.
Elles ne sont en aucune façon modifiées génétiquement. Agroscope
vend ses cultures dans toute la Suisse, principalement à des fromageries
artisanales. L'assortiment englobe environ 40 cultures dont 2/3 sont
munies du label Bourgeon (Bio Suisse).
Schon lange wollte ich mal etwas zur Käsekultur schreiben. Doch einige Zeit habe ich nicht ganz durchgeblickt, bei den "Ketteli" und "Stäbli" :-). Dabei ist es doch ganz einfach: Mit der Käsekultur soll der Milchzucker in Milchsäure umgewandelt werden. Denn die Milchsäure bekämpft Fremdkeime, welche den Käse verderben würden. Durch das Wegfressen des Zuckers entsteht ein Nahrungsmangel bei den Fremdkeimen. Die Reifung und Aromabildung des Käses geschieht anschliessend durch Enzyme (kleinste Wirkstoffe), welche durch die im Reifeprozess abgestorbenen Milchsäurebakterien freigesetzt werden. Aus den Alpsennereien sowie auch aus Talkäsereien sind heute die Käsekulturen nicht mehr wegzudenken. Beim Käsen ohne Kultur ist die Gefahr von Fehlgärungen und der Entwicklung von gesundheitsschädlichen Organismen viel zu hoch, als dass sich das jemand noch leisten könnte. 1857 erkannte Louis Pasteur, dass Bakterien für die Milchsäuregärung verantwortlich sind. 1877 wurden erstmals Milchsäurebakterien in Reinkultur gezüchtet. Ende der 1890er Jahre wurde die Bedeutung der Milchsäurebakterien für die Reifung des Käses entdeckt.
Es gibt verschiedene Milchsäurebakterien, welche in der Alp-Käserei zum Einsatz kommen:
- Streptokokken (Ketteli), welche eine Temperatur von 35 - 45° C lieben
- Laktokokken (Ketteli), welche eine Temperatur von 30 - 40° C lieben
- Laktobazillen (Stäbli), welche eine Temperatur von 35 - 45° C lieben. Sie bauen den Milchzucker komplett ab, sobald die Ketteli das pH etwas abgesenkt haben.
Für unsere Mutschli und Mutsche, welche bei 36 - 38 ° gebrannt werden, eignen sich Kulturen, welche vor allem aus Laktokokken bestehen, damit der Milchzucker trotz der tieferen Temperaturen vollständig abgebaut wird. Wir setzen dafür gefriergetrocknete Kulturen ein.
Was sind Kulturen?
Starterkulturen (auch kurz Starter) sind spezielle, aufgrund spezifischer Eigenschaften selektierte, vermehrungsfähige Mikroorganismen, die bei fermentativen Prozessen der Lebensmittelherstellung verwendet werden. Sie können in Reinkultur oder kontrollierten Misch- kulturen vorliegen. Sie werden einem Lebensmittel zugesetzt, um dieses in Aussehen, Geschmack oder Haltbarkeit zu verbessern. Meist werden Milchsäure- bakterien oder Hefen verwendet, aber auch Mischungen beider Gruppen. Die Bezeichnung "Starterkultur" ist inspiriert dadurch, dass diese Mikroorganismen den Veränderungsprozess des Lebensmittels in Gang setzen. Mit Hilfe von Starterkulturen werden ungefähr 35 Prozent unserer Nahrung hergestellt. Beispiele auf dieser Weise hergestellter Nahrungsmittel sind Backwaren, Sauerkraut, Jogurt, Käse, Bier oder Wein.
Für unseren Alpkäse, den wir ja bei 52° C brennen, müssen wir entsprechend Streptokokken und Laktobazillen einsetzen. Mit einer Fettsirtenkultur züchten wir seit Wochen jeden Tag wieder aufs Neue diese Ketteli und Stäbli.
Wie züchtet man Fettsirtenkultur?
Am Abend vor der ersten Alkpäse-Produktion
haben wir UP-Milch aus dem Tetrapack mit einer Starter-Kultur (Pulverform)
geimpft und 12 Std. in unseren Brutschrank gestellt. Am folgenden Morgen war die
Milch schwach dick und einsatzbereit mit einem Säuregrad > 35° SH. Beim Erwärmen
der Milch im Käsekessi wurde diese Kultur und das Lab (Kälbermagen, welcher die
Milch stocken lässt) beigegeben.

Die weiteren Schritte führen wir seither
tagtäglich durch. Bevor wir den Alpkäse rausziehen, entnehmen wir 10 Liter der entstandenen Molke. Diese Molke erwärmen
wir unter ständigem Rühren auf 61 - 63° C, kühlen sie umgehend im kalten
Wasserbad auf 44° C ab und stellen sie für 20 Std. in den Brutschrank bei 40°
C.

Am nächsten Morgen überprüfen wir den Säuregehalt der Molke, welcher bei 26 - 30° SH liegen soll. Die so entstandene Kultur kann jetzt wieder für die neue Alpkäse-Produktion verwendet werden kann (3 - 6 dl / 100 l Milch je nach Säuregrad). Die Kultur kann max. 2 Tage im Kühlschrank gehalten werden, bevor sie ihre Wirkung verliert und wieder mit einer Starterkultur von vorne begonnen werden muss. Das Züchten von Fettsirtenkultur ist schwieriger, als das Benutzen von gefriergetrockneter Kultur und ist der Stolz einer jeder Sennerin, eines jeden Senners. Denn das oberste Gebot ist absolute Sauberkeit und eine exakte Arbeitsweise.
Mehr als 12'000 Kulturstämme:
Die Forschungsanstalt Agroscope Liebefeld-Posieux ALP entwickelt und produziert seit mehr als hundert Jahren die mikrobiellen Kulturen für die traditionellen Schweizer Hart- und Halbhartkäse. ALP trägt damit ganz wesentlich zur Qualität, Sicherheit, Natürlichkeit und Authentizität dieser Käse bei. Schweizer Käser sind regelmässige Preisträger bei internationalen Wettbewerben. Es ist in der Fachwelt breit anerkannt, dass die Kulturen aus dem Liebefeld massgeblich zu dieser Erfolgsgeschichte beitragen. Es erstaunt deshalb nicht, dass die Nachfrage aus dem Ausland nach diesen Kulturen gross ist. In verschiedenen Ländern wurde versucht ALP Kulturen zu kopieren - ohne durchschlagenden Erfolg. Bis heute ist es gelungen, diesen Wettbewerbsvorteil für die Schweizer Käse zu sichern, da diese Kulturen nur in der Schweiz angeboten werden. Bereits vor Jahrzehnten wurden betriebseigene Kulturen aus gut produzierenden Käsereien aus der gesamten Schweiz im Liebefeld gesammelt und konserviert. Die Stammsammlung im Liebefeld besteht aus mehr als 12 000 Stämmen. Diese ursprüngliche Biodiversität bildet eine weltweit einzigartige Grundlage für die Entwicklung von neuen Kulturen.
I did it!
Enfin! J'ai vaincu ma peur! Le petit lait, chauffé à 52 ° C, ne peut plus perturber mon sommeil!
Heute Morgen habe ich endlich allen Mut zusammengenommen ... und das Hirn abgeschaltet. Mit beiden Armen bin ich tief in die 52 ° C heisse Molke eingetaucht, um beim zweiten Käseholen die noch nicht eingefangenen Käsekörner ins Käsetuch zu befördern. Adrenalin pur vor der Tat - und grosser Stolz noch Stunden später :-). Das Video soll als Beweis dienen.
Tolle Wanderung
Letzten Montag haben Chrigu und ich eine weitere empfehlenswerte Wanderung gemacht. Von Kemmerinbodenbad auf den Hohgant. Besonders die SAC-Hütte auf halbem Weg hat es uns angetan. Im Winter werden wir diese Selbstversorgerhütte mal mit den Schneeschuhen besuchen.

Monter sur la montagne Hohgant vaut de la peine. Une vue de 360° vous est garantie.

Changement important
Am Anfang unserer Alpzeit verarbeiteten wir täglich über 1200 Liter Milch. Das grosse Käsekessi, war jeweils bis zu oberst mit dem wunderbaren Elixier gefüllt. Doch die Alpzeit neigt sich sachte dem Ende zu. Die Weiden sind nicht mehr so saftig und diverse Kühe haben uns verlassen, da sie in zwei Monaten kalbern und deshalb trockengestellt wurden. Zum Glück gibt's noch ein zweites, kleineres Kessi, in welchem die aktuell knapp 700 angelieferten Liter Platz haben. Denn im grossen Kessi mit weniger als 700 Liter zu käsen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Die Milch schwingt nicht mehr gleich, die Oberfläche ist zu gross ... Zeit das kleine Kessi vom Dachstock runterzuholen. Das Video zeigt euch die Details.
Avec les jours plus courts il y a aussi une réduction de la production de lait. L'heure d'échanger la marmite de 1200 litres avec une de 750 litres est venue. La vidéo en fait preuve.
Zigern ist die Alchemie
des Käsens
Comment faire du sérac: La précipitation des protéines du petit lait s'obtient par adjonction d'acide lactique (voir vidéo ci-jointe). Les parties solides sont ensuite récupérées à l'aide de moules percés dans lesquels on laissera le produit s'égoutter et, donc, s'affermir. Contrairement à la protéine caséine, qui sédimente au fond de la cuve, l'albumine flotte à la surface du liquide.
Quelques heurs plus tard, le sérac est prêt à la vente et à la consommation. Le sérac frais n'a que peu de goût. Pour un goût plus prononcé, on peut, à souhait, affiner et/ou fumer le sérac. On peut également ajouter du sel et/ou des herbes aromatiques.Heutzutage wird nur noch an wenigen Orten
Schottenziger hergestellt. Hauptsächlich aus Plausch, Tradition, als
Spezialität oder für Alpfeste. In der Milch schwimmen ca. 3,3 % Eiweisse
(Proteine). Aufgeteilt in 2,6 % Kasein und 0,7 % Albumin. Beim Käsen mit Lab
wird nur das Kasein ausgeschieden. Das Eiweiss Albumin, das auch in
Hühnereiweiss vorkommt, bleibt in der gelbweissen Schotte zurück. Beim Zigern
(hat nichts it Glarner Schabziger zu tun) werden durch Hitze und Zugabe von
Säure alle Eiweisse der Schotte ausgeschieden.


Nach dem Käseausziehen wird also die restliche Schotte auf 95 °C erhitzt. Beherzt wird dann ein Gemisch aus heissem Wasser und Milchsäure reingeschleudert (s. Video). Durch die Dynamik soll sich die Säure möglichst im ganzen Becken verteilen. Wenn daraufhin die Schotte bricht, flockt der Ziger aus. Schnell noch Salz nachwerfen, bevor der Ziger nach oben drängt und sich zu einer brüchig-schaumigen Decke zusammenpelzt. Den Ziger ernten wir 2 bis 3 Minuten später mit den bereitgestellten Abtropfkörbchen. Die eher faden Zigerstöckchen ähneln dem italienischen Ricotta und können frühestens nach 5 Std. verkauft werden. Unsere Kunden geniessen den Ziger als kalorienarmen Butter-Ersatz (ca. 130 kcal/100 g) mit Confi oder Sirup, gemischt mit Früchten, nature zu geschwellten Kartoffeln oder würzig mit Olivenöl und grobem Salz sowie diversen Kräutern. Der Ziger hält sich frisch mind. 5 Tage. Um ihn noch länger haltbar zu machen und eine andere Konsistenz zu erhalten, haben wir folgendes ausprobiert: Ziger in Scheiben schneiden, grosszügig mit Alpenkräuter-Salz würzen und anschliessend während 40 Minuten bei 250 °C im Ofen backen. So hält er sich mindestens 10 Tage im Kühlschrank. Mit Ziger kann man auch Ravioli oder Zigerkrapfen füllen. Herrlich!
Sirte / Schotte / Molke
Sirte ist die Flüssigkeit, welche nach dem Käsen im Kessel schwappt. Schotte bleibt nach dem Zigern zurück. Diese beiden Begriffe werden umgangssprachlich vermischt und sollen hier gleichermassen Verwendung finden. Der Begriff Molke - die deutsche Version von Schotte und Sirte - wird bei uns für Molkedrinks und - kuren benutzt.
Quelle belle découverte!
Normalement on ne
coupe le fromage d'alpage « nouveau » que le 1er août. Mais nous
n'avons plus pu nous retenir. La vidéo vous démontre notre soulagement. Nous
savons faire du fromage! :-)
Von aussen sehen unsere Alpkäse spitze aus. Goldgelbe Rinde und leicht verschwitzt. Doch wie sieht es im Käseinnern aus ? War unsere selbstgezüchtete Käsekultur aktiv genug? Haben wir das Käsekorn zu lange oder zu fest erhizt? Den Käse falsch gepresst? Ist das Käsekorn gut verwachsen oder haben wir Löcher produziert ? Gestern hat Resu den ersten Alpkäse 2016 halbiert. Unsere Freude war gross. Das Video zeigt euch mehr von unseren Emotionen.
Die Tiere vom Drüschhubel
A l'alpage il n'y a non seulement des vaches et des cochons mais une multitude d'animaux domestiques très indépendants. On ne leur donne que très peu à manger, car ils s'approvisionnent eux mêmes.

Auf jede Alp gehört ein Alp-Hund. Bei uns ist dies Gin. Ihr Job ist es uns zu informieren, wenn Käse-Kunden kommen :-). Jede fremde Person wird mit Gins Bellen empfangen. Es braucht dann zwar ein wenig Überwindung, näher zum Haus zu kommen, doch merken die Besucher jeweils schnell, dass Gin zwar eine grosse Röhre hat, jedoch niemandem etwas zu Leide tun würde.

Chrugu, unsere
Katze, ist wie alle Katzen sehr eigenwillig. Nur zu gerne lassen wir die
seltenen Momente zu, wo sie sich empfänglich für unsere Streicheleinheiten zeigt.
Chrugu hält die Mäuse vom Käsekeller fern, was sie schon nach weniger als 1,5
Monaten kugelrund werden liess. Wie alle Tiere ist auch Chrugu sehr selbständig und kehrt täglich gerne wieder nach Hause zurück.

Taliban ist ein
Kaninchen, welches im Frühjahr den Garten unserer hervorragenden Köchin Vreni
geplündert hat. Darauf wurde er in den Kaninchenstall eingesperrt, wo er die
anderen Genossen auseinandernahm. Bevor er noch mehr Unheil anstiftete, kam er
zu uns auf die Alp. Obwohl er völlig frei leben kann, kommt er immer wieder zurück zu
seiner selbst auserwählten Toilette und macht regelmässig seine Runden um die
Alphütte. Zum Glück hat er noch nicht Bekanntschaft mit dem Fuchs gemacht :-).

Die zwei
Zwerggeissen Emma und Züse gehören Marc und Sarina, den Kindern des
Sennerpaares. Sie sind wie alle vorher genannten Tiere Teil der Familie und
sind auch sehr selbständig unterwegs. Tagsüber draussen kommen sie abends
freiwillig in den Stall. Schade nur, dass sie keine Milch geben. Nur zu gerne hätte ich auch mal Ziegenkäse gemacht.
Von den anfänglich 65 Schweinen hat eine leider nicht überlebt. Die 64 anderen sind dafür umso aktiver. Eines nachts sind sie sogar ausgebüxt! Sie haben selber rausgefunden, wie sie Trennwände im Stall aus den Verankerungen heben können und dass das dahinter liegende Tor in die Freiheit aus den Angeln geworfen werden kann. Um 22h45 sind wir auf das Maleur aufmerksam gemacht worden. Ein Paar mit Auto kam auf der Höhe von der Alp Drüschhubel kaum mehr vorwärts, da 64 Schweine mitten in der Nacht den Weg versperrten. Zum Glück hatten wir diesen Abend Besuch, waren noch nicht im Bett, und zu 11t kriegten wir die aktive Schar wieder in den Stall zurück. In der Zwischenzeit hat unsere Zusennerin Sophie den Schweinen einen Spielplatz eingerichtet, um sie von ihren Ausbüchs-Gelüsten abzulenken :-). Ab 8.8.16 werden sie dann wöchentlich in 10er Gruppen zum Schlachter geführt. Die mit unserer Molke gefütterten Tiere werden sicher hervorragendes Fleisch abgeben.
Bienvenu au monde

Auf der Alp Fall, der zweiten Staffel der Alp Drüschhubel, konnten wir heute etwas Wunderschönes erleben: die Geburt eines Kälbchens!
Mit meinem Besuch wollte ich eigentlich "nur" die Zwillingskälber, welche vor einer Woche auf die Welt gekommen sind, anschauen gehen. Dass wir dabei gleich selber Zeuge einer Geburt würden, hätten wir uns nie im Traum vorgestellt.

Nous avons pu assister à la naissance d'un petit veau ! Les images et la vidéo nous font encore rêver. Quel beau moment !

Halbzeit
Unglaublich aber wahr! Schon bald ist Halbzeit auf der Alp. Unsere Tätigkeiten werden immer versierter, die Abläufe laufen wortlos Hand in Hand. Die Stimmung ist immer noch hervorragend. Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass dieses Projekt mal ein Ende haben soll. Wer mich noch besuchen möchte, darf die Planung an die Hand nehmen. Unter "Besuch/visites" findet ihr die Übersicht der möglichen Daten. Ein Mail an mcstampfli@bluewin.ch genügt, damit ich euch den Termin reservieren kann.
Ceux et celles qui aimeraient encore passer une journée à l'alpage Drüschhubel: n'hésitez pas à planifier votre visite. Oui, nous sommes bientôt à la mi-temps. Sous "Besuch/visites" vous trouverez les dates encore disponibles. Merci de m'avertir par courriel à mcstampfli@bluewin.ch. Entre temps nous profitons, nous aussi, des belles soirées d'été. A bientôt!
Faire les foins
Nebst Traktorfahren habe ich jetzt auch ein Gefühl für die harte Arbeit des Heuens in den Hängen des Berner Oberlands bekommen.

Unterschied zwischen Heu und Emd?
Als Heu wird nur der getrocknete erste Schnitt der Grünlandpflanzen bezeichnet. Alp-Heuwiesen werden heutzutage bis zu dreimal geschnitten. Diese weiteren Grasschnitte werden als Emd bezeichnet. Das Emd enthält im Gegensatz zum Heu mehr Kräuter und ist etwas kürzer. Wegen seines hohen Eiweissgehaltes ist es besonders als Futter für Milchvieh geeignet. Die weiteren Schnitte sind minderwertig und weitverbreitet ist stattdessen das Nachgrasen.
Ces quatre jours de beau temps nous ont fait suer. Du matin au soir les paysans des montagnes et leurs aides n'arrêtaient pas de faucher, faner et ramasser le foin. Les producteurs de foin pour les bovins laitiers apprécient les légumineuses (luzerne, trèfle, lotier) en raison de leur niveau élevé d'énergie et de protéine. La qualité du foin, qu'il s'agisse de sa valeur nutritive ou de sa digestibilité, est très variable. Elle dépend de plusieurs facteurs, notamment :
- du stade de fauchage des herbes (la deuxième coupe est meilleure que la première)
- des conditions de récolte (pas de pluie)
- de la qualité du séchage (pour obtenir une bonne conservation, il est nécessaire que le taux d'humidité de l'herbe soit ramené à 15 - 20 % maximum)

Renaissance der Heuwirtschaft im Kontext der Ökologisierung

Mit dem Aufkommen der Silage (Gras wird im Silo säuerungskonserviert) wurde das aufwändigere und viel witterungsabhängigere Heuen zunehmend auch im kleinbäuerlichen Sektor verdrängt. Dabei wurden aber schnell Nachteile insbesondere für die Milchprodukteherstellung erkennbar. Besonders langgereifte Hartkäse aus Rohmilch, wie Alp- oder Bergkäse, waren mit Milch aus Silagefütterung nicht oder schlecht herstellbar (Clostridien-Gefahr). Daher wurde "silofreie" oder "hartkäsetaugliche" Milch zunehmend wieder zu einer marktrelevanten Produktsparte. Ausserdem wurde das Heumachen zunehmend sowohl als Kulturgut wie auch als Massnahme des Landschafts- und Naturschutzes erkannt. Die in der Silageherstellung möglichen frühen Mähtermine schon im Mittfrühling und kürzeren Intervalle brachten die über Jahrhunderte entstandenen charakteristischen artenreichen Blumenwiesen innerhalb weniger Jahre zum Verschwinden. Daher wird die Heuwirtschaft heute in vielen Bereichen wieder zunehmend gefördert (Oekowiesenzuschlag des Bundes).
Wandern
Mein Schatz hat mich erneut besucht und mich von der Alp Drüschhubel in ein weiteres wunderschönes Gebiet entführt. Nachdem wir am Samstagnachmittag durch strömenden Regen nach Habkern gelaufen waren, brachte uns das Postauto via Interlaken West nach Beatenberg, wo wir uns im Hotel Gloria kulinarisch verwöhnen liessen.
Der Sonntag startete dann schon ganz anders: mit der Gondel und bei schönstem Wetter liessen wir uns aufs Niederhorn (1'950 m.ü.M.) transportieren. Die wunderbare Rundsicht ins Justistal zur einen und auf das Alpenpanorama zur anderen Seite war toll.

Die anschliessende Wanderung zurück zur Alp Drüschhubel brachte uns über
das Gemmenalphorn (2'061 m.ü.M.) zu einer Herde wilder Steinböcke, die
aber definitiv keine wilden Allüren an den Tag brachten.

Notre randonnée, qui nous a mené du Niederhorn à l'alpage Drüschhubel, nous a fait découvrir un paysage unique, des bêtes sauvages ainsi que la flore des alpes splendide.

Diese Wanderung ist für geübte Läufer ein Leckerbissen. Den Routenbeschrieb findet Ihr weiter unten als PDF. Achtung: Gemäss den Wegweisern vor Ort ist mit 6h30 und nicht wie hier aufgeführt mit 3h44 zu rechnen. Diesen Routenbeschrieb und noch andere stelle ich neuerdings unter "Besuch/visites" gerne zur Verfügung. Es lohnt sich wirklich vom Innereriz aus Wanderungen zu unternehmen!
Déménagement
Nach einem Monat intensiver Käseherstellung wird unser Keller zu klein. Die reifsten Käse wurden heute gezügelt. Ab sofort wird die Käsepflege auch im nahen, zusätzlichen Käsekeller stattfinden. Eindrücklich, was in knapp 5 Wochen produziert wurde. Jeden Tag kommen mind. 27 neue Käse hinzu. 8 - 9 Alpkäse (Hartkäse) und ca. 20 Mutschli (Halbhartkäse). Zur Käsepflege gibts dann mal einen Spezial-Blogeintrag.




Aujourd'hui nous avons déménage une partie de nos fromages. Après 5 semaines de production et encore à peu près 12 semaines supplémentaires au programme il fallait bien inaugurer la cave extérieure et y passer les fromages les plus âgés, qui n'ont plus besoin d'être chouchouté tous les jours.



Käseherstellung
Wieso werden die Käse gedreht, gewendet und gepresst?
Käse wird nach dem Wassergehalt in der fettfreien Käsemasse in die folgenden Gruppen eingeteilt. Je mehr Trockenmasse ein Käse enthält, desto härter ist er, je weniger Trockenmasse, desto mehr Wasser ist enthalten und desto weicher ist er auch.
- Frischkäse - Wassergehalt über 73 %, wie Quark, Mozzarella, Hüttenkäse
- Weichkäse - Wassergehalt über 67 %, wie Brie, Tomme
- Halbhartkäse - Wassergehalt 54 % bis 63 %, wie Apenzeller, Tête de Moine, Raclette
- Hartkäse - Wassergehalt bis 56 %, wie Alpkäse, Emmentaler, Gruyere
- Extrahartkäse: Wassergehalt < 54 %, Reifezeit mehrere Jahre, wie Sbrinz, Hobelkäse.


Der Wassergehalt des Käses wird durch den Entzug von Molke eingestellt. Bei Hart-, Halbhart- und Weichkäse wird der Käsebruch in der Molke "gebrannt", d. h. je nach Käsesorte auf bis zu 55 ° C erhitzt. Je kleiner das Bruchkorn durch das Schneiden mit der Harfe wird und je intensiver der Käsebruch gebrannt wird, desto mehr Molke wird aus dem Käsebruch abgesondert und desto höher wird die Trockenmasse. Im Drüschhubel erhitzen wir den Käsebruch des Alpkäses (Hartkäse) auf 52° C und den des Mutschli/Mutsch/Raclette-Käse (Halbhartkäse) auf 38° C. Anschließend wird der aus dem behandelten Bruch geformte Käselaib gepresst und mehrmals gewendet. Dadurch bekommt der Käse seine schöne Form und wird weitere Molke abgetrennt, so dass der Käse härter wird.
Le fromage à pâte dure est fabriqué à partir de lait cru produit par des vaches nourries sans ensilage. Le lait est tout d'abord chauffé, puis la présure ajoutée, et le caillé qui en résulte est fractionné très finement à l'aide d'un tranche-caillé. Le mélange de grains de fromage et de petit-lait est ensuite chauffé à une température relativement élevée pour permettre le durcissement des grains de fromage. Puis le caillé est mis sous presse pendant 20 heures environ.
Flore des alpes
Ein Spaziergang durch die Voralpenweiden hat mich zum Fotografieren und Nachblättern bzw. Nachfragen gebracht. Trotz nassem Wetter ist die Blütenpracht der Wiesen wunderschön. Anbei ein paar der schönsten Blumen, die aktuel zu sehen sind.
En montagne, la végétation change progressivement selon l'altitude, l'exposition au soleil, et la situation géographique du massif montagneux. On distingue cinq «étages» ou écosystèmes successifs, avec pour chacun un paysage et une végétation caractéristiques :
- étage des vallées et des collines préalpines, dites étage collinéen, dont la limite supérieure est à 800 m d'altitude ;
- étage de la petite montagne, dit étage montagnard, dont les limites vont de 800 m à 1 400-1 700 m d'altitude ;
- étage de la moyenne montagne et des alpages d'altitude, dit étage subalpin, dont les limites vont de 1 400-1 700 m à 1 800-2 400 m d'altitude ;
- étage de la haute-montagne, dit étage alpin, dont les limites vont de 1 800-2 400 m à 3000 m d'altitude, à la limite des neiges éternelles ;
- étage des neiges éternelles, dit étage nival, dès les premières neiges éternelles, au-dessus de 3 000 m d'altitude.
L'alpage Drüschhubel se trouve à 1'152 m d'altitude et se situe donc à l'étage montagnard. L'étage montagnard est représenté par les prés de fauche et est caractérisé par une flore très riche. Voici quelques photos de fleurs que j'ai découvert lors d'une petite promenade autour de la maison.

Rote Lichtnelke:
Rote Lichtnelken sind zwei- bis mehrjährig, werden 30-80 cm hoch, sind dicht
drüsig behaart, haben sitzende, eiförmige, spitze Blätter und 2-3cm breite,
rote Blüten in lockeren Blütenständen, die nur tagsüber geöffnet sind.
Besonderheit:
Gelegentlich
findet man in den Samenkapseln der Roten Lichtnelke auch Schmetterlinsraupen.
Diese Raupen ernähren sich von den Samen der Lichtnelken. Der dazugehörige
Falter, die Lichtnelken-Kapseleule (Hadena perplexa) hat bei der Bestäubung ein
Ei in die Blüte gelegt. Auch wenn die Samen jetzt nicht mehr für die Vermehrung
der Roten Lichtnelke zur Verfügung stehen, hat die Pflanze dennoch auch
Vorteile durch den anscheinend schmarotzenden Gast, denn die in den Kapseln gut
geschützt aufwachsenden Kapseleulen bestäuben später wieder die Pflanzen. Es
handelt sich hier also nicht um bloßes Schmarotzertum, sondern um eine
Symbiose, eine gegenseitige Abhängigkeit von Pflanze und Schmetterling.
Tipp:
Die Rote Lichtnelke ist eine mehrjährige Pflanze, die sich leicht aus Samen ziehen lässt. Es lohnt sich, die Samen in Blumenkästen auszusäen, denn die Pflanze blüht lange, ist sehr unempfindlich, kommt in der Sonne und im Schatten zurecht und ist mit ihren roten, gabelig verzweigten Blütenstände besonders attraktiv.
Schlangenknötrich:
Der
Schlangenknöterich ist in ganz Mitteleuropa verbreitet. Die mehrjährige,
krautige Pflanze ist oftmals über weite Flächen in Wiesen eingestreut oder in
dichten Nestern gewachsen. Schlangenknöterich wächst in bis nahe 2'000 m
Höhe. Der kräftige Wurzelstock ist S-förmig gedreht, woher der
Schlangenknöterich seinen Namen erhielt. Die Verbreitung erfolgt über weit
wachsende Ausläufer.
Besonderheit:
Schlangenknöterich
enthält relativ viel Gerbstoffe, und diente in der Volksheilkunde als
zusammenziehendes Mittel. Genutzt wurde ein Tee aus dem Wurzelstock. Aufgrund
der Schlangenform seiner Wurzel wurde der Schlangenknöterich früher auch als
Gegenmittel bei Schlangenbissen eingesetzt.
Achtung:
Weidendes Vieh
lässt den Schlangenknöterich fast immer stehen, so dass er sich auf feuchten Ackerwiesen
- die nicht gemäht werden - als störendes Unkraut entwickeln kann.

Knabenkraut:
Das Knabenkraut mit seinen verschiedenen Unterarten gehört zu den
wenigen Orchideen, die in Mitteleuropa heimisch sind. Da das Knabenkraut sehr
selten geworden ist, steht es streng unter Naturschutz.
Besonderheit:
Schon in der Antike
wurde das Knabenkraut wegen seines Schleimgehaltes als Heilpflanze sehr
geschätzt. Man kann es gegen alle Arten von gereizten Schleimhäuten verwenden,
seien es die Bronchien bei Husten, der Mund oder die Magenschleimhaut. Alle
können durch den Schleim der Salepknollen gelindert werden.
Das Salzbad

Eine weitere Konservierungshilfe ist der Säuregrad der Lake. Hier werden 10
- 15 ° SH (Grad Soxhlet-Henkel) gewünscht. Dies kann durch Zugabe von Essig
oder Milchsäure erwirkt werden und wird wöchentlich gemessen.
Die Soxhlet-Henkel-Zahl (kurz SHZ, nach den Erfindern Franz von Soxhlet und Theodor Henkel), auch Säuregrad der Milch, ist eine chemische Kennzahl für Milch und Milchprodukte. Sie wird angegeben in der Einheit °SH (Grad Soxhlet-Henkel).
Die Käse baden in der Regel 24 Std. Sind sie zu lange in der Lake, wird die Rinde zu dick und trocken, was sich wiederum auf die Qualität auswirkt. Die kleinsten Käse, die Mutschli, lassen wir 4 Std. im Bad. Mutsche 12 Std. und den Raclette-Käse sowie den Alpkäse 24 Std.
Die
Temperatur im Käsekeller liegt konstant um 12 - 15 ° bei einer
Luftfeuchtigkeit von 85 - 95 %, was schon fast einem idealen Weinkeller entspricht ;-)
Die Käsebalken, auf welchen die Käse anschliessend aufgereiht werden, sind traditioneller Weise aus Rottannen- oder Fichtenholz.
Die weiteren Arbeitsschritte werde ich in einem späteren Blog beschreiben :-).
Zur Konservierung wird der am Vortag frisch gemachte Käse am Morgen in ein Salzbad gelegt. Da er den ganzen Vortag gepresst und gewendet wurde, hat er schon ganz viel Wasser verloren und ist entsprechend schon erstaunlich kompakt. Das Salzbad gibt dem Käse eine feste Rinde und hilft ihm bei der Konservierung. Der 20 %-ige Salzanteil der Lake wird mit "Grad Beaumé", mittels einer schwimmenden Senkwaage gemessen. 20 % ist für Halbhart- und Hartkäse ideal und lässt diesen 1 cm über dem Wasserstand schwimmen. Zur Info: das tote Meer hat einen Salzgehalt von 30 %. Wenn die Salzlake zu schwach ist, nimmt Käse Wasser auf und wird schwammig und schleimig und entwickelt entsprechend einen schlechten Geschmack.
Grad Beaumé, nach dem französischen Chemiker Antoine Beaumé, ist eine Skala zur Bestimmung der relativen Dichte von Flüssigkeit durch Auftrieb.

Sur la photo ci-dessous, les fromages du premier jour de notre arrivé à l'alpage (1.6.16) ont déjà baigné dans le bain de sel et sont en train de sécher. Le fromage a besoin de sel pour murir et le bain de sel est une manière efficace de conserver le fromage. Tous les jours il faut ajouter du sel afin que le pourcentage de sel reste le même.

Promenade en vélo
En vélo ou à pied, cette partie de l'Oberland bernois vaut la peine d'être découverte. Des petites balades aux randonnées plus importantes, il y a pour tous les goûts.
Letzten Samstag hat mich mein Schatz besucht und mir mein Bike raufgebracht. Eine kleine Tour (s. Tourenbeschrieb als pdf-Download weiter unten) hat uns in die lieblichen Hügel dieser Region geführt. Auch wenn sich das Wetter nicht von seiner besten Seite gezeigt hat, waren wir ob den Aussichten begeistert. Grössere Velotouren z.B. nach Kemmeriboden-Bad reizen uns. Und zwar nicht nur wegen der weltbekannten Merängge. Aber auch den Hohgant oder die Schrattenflue zu erklimmen sind Projekte der nächsten Wochen. Die Auswahl ist gross und lässt die Herzen von Wanderern und Bikern gleichermassen höher schlagen.
Der Laden ist geöffnet ...

Meine erste selbstproduzierte Butter!

- fromage à rebibes (de 2014)
- fromage d'alpage (de 2015)
- beurre
- crème
- sérac
- pain du four à feu de bois (fait par grand-maman qui nous cuisine chaque jour des repas de midi formidables)
Depuis hier nous vendons les produits suivants aux gens qui frappent à nos portes :
Ces produits sont tous "fait maison" et je peux vous garantir, que j'ai trouvé un paradis culinaire de produits laitiers. Les fromages que nous avons crées les derniers 5 jours (Mutschli, Mutsch, fromage à raclette) vont être en vente d'ici 4 semaines.
Incroyable!
Faire du fromage c'est de l'art. C'est dont je me suis rendu compte hier ! Puisque je n'étais que spectatrice, je me suis permis de documenter le processus et de réaliser la petite vidéo ci-dessus. Heureusement j'ai tout l'été pour apprendre ce beau métier. J'ai pris mes premières leçons ce matin et me réjouis de la suite.
Ich weiss zum jetztigen Zeitpunkt nicht wie lange es dauern wird, bis ich als wirkliche Unterstützung im Alpbetrieb von Sandra und Res Hand bieten kann! Gestern beim Zuschauen, wie dieses junge Paar Hand in Hand frische Milch in langhaltbare Produkte umwandelte, wurde mir zum ersten Mal klar, wieviel Handwerk damit verbunden ist. Da Sophie, Cornelius und ich am ersten Käsetag zum Zuschauen verdammt waren, was nachträglich wirklich verständlich ist, habe ich mir gestern erlaubt, die wichtigsten Arbeitsschritte zu dokumentieren. Daraus ist ein kleines, einfaches Video entstanden, das ich euch nicht vorenthalten möchte.
Als die Vorabendmilch ins grosse Kupferkessi gefüllt und 32° warm war, wurde Käsekultur zugegeben. Anschliessend wurde die Morgenmilch zugefügt und das Ganze wieder auf 32° erwärmt, bevor dann das Lab beigefügt wurde. Zum Thema "Käsekultur" und "Lab" werde ich sicher mal einen eigenen Eintrag machen. Die weiteren Arbeitsschritte könnt ihr im Video anschauen.
Das Käsewenden ist zur Zeit meine liebste Beschäftigung. Grossen Respekt habe ich vor diversen anderen Arbeiten, an die mich Sandra und Res schön langsam heranführen. Die grosse Verantwordung betr. der Hygiene ist für mich als "Bürogummi" neu. Es ist wirklich toll, wie Sandra und Res uns in ihre Arbeit miteinbeziehen. Und all unsere Fragen ertragen :-).
Romantik pur

Heute Morgen, 05h00: Für Sophie, Mit-Sennerin und meine Zimmergenossin, beginnt der Tag. Ich habe noch Schonfrist. Da heute das erste Mal Käsemachen der Saison ist, möchte die Käserin nur stille Zuschauer. Damit sie den Kopf bei der Sache habe. Ab 07h30 darf ich dann beobachten, wie ab morgen mein Tagesablauf aussehen wird. Nur, dass auch ich dann um 05h00 Tagwach haben werde. Bin trotzdem mit meinen tollen neuen Gummistiefeln, welche mir mein Team zum Abschied geschenkt hat, kurz ums Haus auf die Toilette. Es tagnete langsam. Nebelschwaden lagen über den Wäldern und aus der Küche tönte Ländlermusik. Ist Heimatgefühl das richtige Wort für die Empfindungen in dieser frühen Morgenstunde?

Ma première journée va être une journée d'observation. Avant de me mettre en bain, j'ai le droit de regarder, m'émerveiller et de m'épargner. Bien qu'ils annoncent de la pluie pour les prochains jours, je me réjouis d'être ici. Dans ce monde authentique, avec son soin de la tradition et sa radio qui diffuse du jodler du matin au soir.
Montée à l'alpage
Alpaufzug

Unterschied zwischen Treichle und Glocke? Eine Treichle besteht immer aus gehämmertem Blech. Im Unterschied dazu besteht eine Glocke (Schelle) aus gegossenem Metall. Der Treichleklang wird dadurch scheppernder als Glockenklang; allerdings ist eine Treichle durch diese Bauweise auch wesentlich leichter als eine Glocke gleicher Tonhöhe und darum auch einfacher über längere Strecken zu tragen.
Heute morgen gings tatsächlich los! Von einem der viele Höfe rund ums Eriz zogen wir los. Bewaffnet mit je einem Stock und in Begleitung von ca. 15 Kühen. Auf dem Weg zur Alp Drüschhubel, welcher uns während 2,5 Stunden übers Eriz und Innereriz rauf führte, kamen laufend neue Kühe dazu. Von weitem konnte man die anderen Gruppen am Glockenklang hören und das Zusammentreffen ist mit einer logistischen Höchstleistung zu vergleichen. Denn Treichleträgerinnen laufen zu vorderst. Und die neuzugestossenen Treichleträgerinnen mussten entsprechend die Glockenträgerinnen überholen. Ab und an büxte eine Kuh aus ... Das Ziel, ca. 100 Kühe bis zur Alp Drüschhubel und noch weiter rauf zur Alp Fall zu begleiten, konnten wir aber dank vielen Helfern gut erreichen.
Quelle magnifique tradition. Chaque paysan amène ses vaches au cortège qui monte à l'alpage. Les hommes bien vêtis, les cloches lourdes et quelques touristes qui ont bordé la route. Le temps était avec nous. Ni trop chaud, ni trop froid et ... pas de pluie!
31.5.2016

Das Abenteuer beginnt
Die Wetterprognosen sind zwar nicht sehr favorabel ... aber ich freue mich riesig.
Neue Herausforderungen, Eindrücke, andere Denkweisen ...
und hoffentlich viiiiiel Käse!
Diesen Montag oder Dienstag solls los gehen. DAS Abenteuer meines Lebens!
Me voilà quelques jours avant de partir pour ma grande adventure! Restez en contact pour savourer de mes nouvelles expériences.
25.5.2016